{"id":665,"date":"2020-02-06T21:07:30","date_gmt":"2020-02-06T20:07:30","guid":{"rendered":"https:\/\/overthekitchen.de\/?p=665"},"modified":"2020-04-02T18:41:50","modified_gmt":"2020-04-02T16:41:50","slug":"der-kohlenhydrat-stoffwechsel-und-seine-stoerungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/overthekitchen.de\/?p=665","title":{"rendered":"Der Kohlenhydrat- stoffwechsel und seine St\u00f6rungen"},"content":{"rendered":"\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p>Die h\u00e4ufigste St\u00f6rung des Kohlenhydratstoffwechsels ist die Insulinresistenz. Sie f\u00fchrt zu ernsthaften Problemen der Gesundheit. So ist sie verantwortlich f\u00fcr Diabetes, Bluthochdruck, \u00dcbergewicht und Fettstoffwechselst\u00f6rungen. Wenn alles zusammenkommt redet man vom metabolischen Syndrom. Zu diesen z\u00e4hlen vor allem Stress, Alter, \u00dcberern\u00e4hrung, Bewegungsmangel und Genetik, aber auch Fetteinlagerungen, wo diese nicht eingelagert werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Der Blutzuckerspiegel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn im Darm die Kohlenhydrate schnell verdaut und aufgenommen werden, um so st\u00e4rker steigt auch der Blutzuckerspiegel im K\u00f6rper an. Wenn nat\u00fcrliche Nahrungsmittel wie Vollkorngetreide in Fasern bzw. Ballaststoffe eingepackt sind, so wird die Verdauung auch merklich verlangsamt. Die Verdauungsenzyme spalten die Glucose aus der Nahrung erst nach und nach und setzen diesen recht langsam frei. So steigt der Blutzuckerspiegel gleichm\u00e4ssiger und langsam an.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei raffinierten Kohlenhydraten wie Weissmehl oder Haushaltszucker schaut es da ganz anders aus. Weil dort wenig bis keine Ballaststoffe enthalten sind, werden diese leeren Kohlenhydrate sehr schnell verdaut und die Verdauungsenzyme k\u00f6nnen viel viel schneller die Glucose aufspalten und in den Blutkreislauf einfliessen lassen. Bei ges\u00fcssten Getr\u00e4nken bzw Softdrinks sind die Kohlenhydrate in Wasser aufgel\u00f6st, so kommen sie ungebremst durch den Magen und der Darm wird so mit den schnell verdaulichen leeren Kohlenhydraten ungebremst \u00fcberflutet. So ist ein schneller hoher Anstieg des Blutzuckerspiegels garantiert. Auch die so gern als gesund angesehnen Smoothies haben diesen Effekt. Darum w\u00e4re hier der Ratschlag: wenn ihr Smoothies m\u00f6gt macht sie selbst und trinkt sie direkt, so sind dann noch alle wichtigen N\u00e4hrstoffe und Vitamine enthalten &#8211; nach zwei Stunden verfliegen sie dann aber auch. Aber die \u00dcberflutung an schnell verdaulichen Kohlenhydrate ist dann zwar noch da, aber sie sind dann aber keines Wegs \u201eleer\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Verdauung der Kohlenhydrate spielt die Darmflora eine wichtige Rolle. Der Grossteil der Darmflora ist im Dickdarm. Im D\u00fcnndarm wo, die N\u00e4hrstoffaufnahme stattfindet, ist mit Darmbakterien besiedelt die eigene Enzyme herstellen die bei der Spaltung der Kohlenhydrate helfen. Jeder Mensch besitzt eine einzigartige und unterschiedlich zusammengesetzte Darmflora. So kann die Verdauung von Kohlenhydraten und der damit verbundene Anstieg des Blutzuckerspiegels von Mensch zu Mensch verschieden sein. Zwei Menschen, die die selbe Mahlzeit verzehren, k\u00f6nnen mit verschiedenen Blutwerten darauf reagieren. Wir Menschen unterscheiden uns in unserem Lebensstil, in unserer Fitness, in unseren Umwelteinfl\u00fcssen, in unserer Genetik Und vor allem in unserer Darmflora. Dis alles kann sich auch darauf auswirken, wie gut oder wie schlecht wir Kohlenhydrate verstoffwechseln k\u00f6nnen in unserem K\u00f6rper. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist die Glucose im Blut und von dort aus muss sie in die Zellen gelangen um als Quelle f\u00fcr Energie genutzt werden zu k\u00f6nnen. Und hier kommt ein ganz bestimmtes Hormon zum Einsatz &#8211;  das Insulin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Das Speicherhormon Insulin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Insulin bewirkt eine Senkung des Blutglucosespiegels und f\u00f6rdert den Glykogenaufbau und die Glykolyse &#8211; Glucosestoffwechsel &#8211; in der Leber und Muskulatur. Insulin steigert die Neubildung von Fetten in der Leber und im Fettgewebe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-attachment-id=\"680\" data-permalink=\"https:\/\/overthekitchen.de\/?attachment_id=680\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB.jpeg?fit=1207%2C1280&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1207,1280\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB.jpeg?fit=283%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB.jpeg?fit=966%2C1024&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" width=\"1207\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB.jpeg?fit=966%2C1024&amp;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-680\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB.jpeg?w=1207&amp;ssl=1 1207w, https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB.jpeg?resize=283%2C300&amp;ssl=1 283w, https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB.jpeg?resize=966%2C1024&amp;ssl=1 966w, https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/5A9E7EE6-3740-4C76-B5FB-B06A864177BB.jpeg?resize=768%2C814&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Wirkung von Insulin auf die Zellen der Leber,<br>des Muskels und des Fettgewebes<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Insulinrezeptoren befinden sich auf der Oberfl\u00e4che, den Zellmembranen,  von Leber-, Skelett-, Muskel- und Fettzellen. Der Rezeptor ist ein Glykoprotein, er vermittelt die Wirkung des Insulins ins innere der Zelle. Je nach Stoffwechselbedingungen \u00e4ndert sich die Anzahl der Insulinrezeptoren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Botenstoff Insulin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hormone sagen den Zellen was sie tuen sollen. Sie docken an den Zellen an, um ihre Botschaft zu \u00fcbermitteln &#8211; Botenstoff. Nach der Nahrungsaufnahme wird Insulin ausgesch\u00fcttet und teilt den Zellen mit, das sie sich \u201e\u00f6ffnen\u201c d\u00fcrfen, um die N\u00e4hrstoffe aus dem Blut aufzunehmen. Wenn kein Insulin ausgesch\u00fcttet werden w\u00fcrde, so steht die Glucose vor verschlossenen T\u00fcren und gelangt nicht in die Zellen. Es ist wichtig das der Blutzuckerspiegel vom K\u00f6rper reguliert wird. Es gibt Zellen die darauf angewiesen sind  Glucose als Energiequelle zu nutzen, daher darf die Glucose im Blut auch niemals ausgehen. Sinkt der Glucosegehalt im Blut &#8211; ein niedriger Blutzuckerspiegel &#8211; zu stark ab, wird man m\u00fcde, unruhig und hungrig. Man kann bei sehr starker Unterzuckerung sogar das Bewusstsein verlieren und unter einen Schock leiden. Die Blutzuckerzufuhr in die Zellen muss vom K\u00f6rper kontrolliert werden, die Zellen k\u00f6nnen sich nicht nach Belieben am Blutzucker bedienen. Und da spielt das Insulin eine entscheidende Rolle. Der Blutzuckerspiegel wird von der Bauchspeichelsr\u00fcse &#8211; sie stellt das Insulin her &#8211; st\u00e4ndig gemessen. Die Bauchspeicheldr\u00fcse merkt schnell wenn nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit viel Glucose im Blut vorhanden ist und so der Blutzuckerspiegel steigt. So kann die Bauchspeicheldr\u00fcse die passende Menge an Insulin aussch\u00fctten, damit die Zellen die passende Menge an Glucose aufnehmen k\u00f6nnen. So, je st\u00e4rker und schneller nun der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit steigt, um so mehr  Insulin wird ben\u00f6tigt, damit der Blutzuckerspiegel wieder gesenkt werden kann. Normalisiert sich der Blutzuckerspiegel wieder, wird auch die Insulinaussch\u00fcttung reduziert. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Insulin ist nicht nur f\u00fcr den Kohlenhydratstoffwechsel wichtig. Es stimuliert auch die Aufnahme und Speicherung von Eiweissen und Fetten in den Zellen. Die Aussch\u00fcttung von Insulin wird daher nicht nur durch Kohlenhydrate angeregt, sondern durch die Nahrungsaufnahme allgemein. Aber an den Blutzuckerspiegel ist die Insulinaussch\u00fcttung am st\u00e4rksten gekoppelt, f\u00fcr diese Regulation ist Insulin unentbehrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>St\u00f6rungen im Kohlenhydratstoffwechsel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was kann alles schief gehen beim Stoffwechsel der Kohlenhydrate? Ein zentrales Problem ist die Insulinresistenz. Sie f\u00fchrt nicht nur zum Typ2 Diabetes, so beg\u00fcnstigt sie auch noch viele weitere Stoffwechselst\u00f6rungen, die unter dem Bergriff metaboilisches Syndrom zusammengefasst werden. Kl\u00e4ren wir nun einmal die Insulinresistenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Insulin ist ein Hormon, das eine bestimmte Botschaft an die Zellen \u00fcbermittelt. Das Insulin dockt an einem Rezeptor, der sich an der Aussenseite der Zelle befindet an. So wird das Insulinsignal indas Innere Zelle \u00fcbermittelt, so weis die Zelle was sie tun hat. In diesem Fall \u00f6ffnet sie die \u201ePforte\u201c und so gelangt die Glucose aus dem Blut in die Zelle. Je. Mehr Insulin durch die Bauchspeicheldr\u00fcse in das Blut ausgesch\u00fcttet wird wird, k\u00f6nnen um so mehr Rezeptoren der Zellen besetzt werden. Die Zelle wird nun aufgefordert schneller zu arbeiten und mehr Glucose aufzunehmen. Nun kann es vorkommen das die Zelle die Anzahl der Rezeptoren reduziert, weil sie unter dem Dauerbeschuss von Insulin steht. Durch den Abbau der Rezeptoren, wird die Zelle weniger empfindlicher auf des Insulin und schw\u00e4cht dessen Wirkung ab. Genau dies geschieht bei einer Insulinresistenz und eine der Folgen ist:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Diabetes mellitus<\/strong> <strong>Typ II<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir eine kohlenhydratreiche Mahlzeit zu uns, wird sehr schnell Glucose im Darm aufgenommen und in das Blut abgegeben. Nun steigt der Blutzuckerspiegel an und die Bauchspeicheldr\u00fcse sch\u00fcttet daraufhin die passende Menge Insulin aus. Im Normalfall reagieren die Zellen auf das Insulin Und nehmen die Glucose aus dem Blut auf. Bei einer Insulinresistenz geschieht dies nur noch sehr langsam, weil das Insulin nicht mehr richtig wirkt. Die Verdauung arbeitet derweil weiter und setzt immer mehr Glucose frei was in das Blut gelangt. Der Blutzuckerspiegel steigt immer weiter an. Die Bauchspeicheldr\u00fcse sch\u00fcttet immer mehr Insulin aus um den steigenden Blutzuckerspiegel in den Griff zubekommen, mit einer bis zu der 15-fachender Menge als normalerweise n\u00f6tig gewesen w\u00e4re. Die direkte Folge von der Insulinresistenz ist eine \u00dcberproduktion von Insulin. Die Bauchspeicheldr\u00fcse kann oft \u00fcber viele Jahre lang diese \u00dcberproduktion von Insulin durchhalten. Dies ist die Vorstufe von Diabetes &#8211; Pr\u00e4diabetes. Oft aber ist es so das die Bauchspeicheldr\u00fcse den Dienst irgendwann einstellt. Dies bedeutet es wird nun kein Insulin mehr hergestellt. Diabetes mellitus Typ II nennt sich dieses Krankheitsbild was ab diesem Zeitpunkt vorhanden ist. Das Insulin muss nun von aussen in den K\u00f6rper via Medikament zugef\u00fchrt werden, damit die Glucose noch so gut es geht in die Zellen zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was passiert mit der Glucose im Blut, wenn diese nicht in die Zellen gelangt? In diesem Fall hat der menschliche K\u00f6rper eine Notl\u00f6sung. Die Nieren filtern die Glucose aus dem Blut, wenn dieses eine zu hohe Schwelle \u00fcberschreitet und scheidet es mit dem Urin aus. Diabetes mellitus bedeutet \u00fcberseztz auch soviel wie s\u00fcsser Urin. Die Sp\u00e4tfolgen an Diabetes ist das Gef\u00e4hrliche. Ist der Blutzuckerspiegel grenzwertig zu hoch wirkt sich das auf Dauer sch\u00e4dlich auf die Zellen aus, die sich nun krankhaft ver\u00e4ndern. Ernsthafte Durchblutungsst\u00f6rungen die typischerweise an den Nieren, am Auge oder den F\u00fcssen auftreten k\u00f6nnen sind dann die Folgen. Auch ein Risiko f\u00fcr Herzerkrankungen oder einen Schlaganfall sind erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Der Unterschied zu Typ I Diabetes:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 5 % der Diabetiker sind vom Typ-I-Diabetes betroffen. Hier hat man es mit einer Autoimmunkrankheit zu tun, die sich meistens schon in der fr\u00fchen Kindheit entwickelt. Dabei greift das gest\u00f6rte Immunsystem die Bauchspeicheldr\u00fcse an und zerst\u00f6rt die insulinproduzierenden Zellen. Der Typ-I-Diabetes ist also eine v\u00f6llig andere Krankheit. Allerdings ist das Ergebnis in beiden F\u00e4llen dasselbe: Der K\u00f6rper stellt kein Insulin mehr her.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>\u00dcbergewicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur f\u00fcr die Aufnahme der Kohlenhydrate ist das Insulin wichtig. Eine zentrale Rolle f\u00fcr das Fettgewebe spielt auch das Insulin. Das Insulin sorgt daf\u00fcr, dass das Nahrungsfett nach dem Essen gespeichert wird. Das Fettgewebe ist mehr als ein Speicher f\u00fcr Energie. Nach der Aufnahme von Essen str\u00f6men energiereiche N\u00e4hrstoffe in das Blut, die jetzt auch gespeichert werden m\u00fcssen. Sie werden danach aber auch wieder frei gesetzt, um den K\u00f6rper damit zu versorgen. Dabei wird das Fettgewebe, wie alle anderen Zellen auch, von Hormonen wie dem Insulin reguliert. Durch einen hohen Insulinspiegel werden die Fettzellen dazu angeregt N\u00e4hrstoffe aufzunehmen und zu speichern. Kehrt der Insulinspiegel wieder auf seinen niedrigen N\u00fcchternwert zur\u00fcck, ist dies ein Signal f\u00fcr die Fettzellen von der Speicherung von Energie auf die Bereitstellung von Energie umzustellen. Sind wir nun von einer Insulinresistenz betroffen, dann sch\u00fcttet die Bauchspeicheldr\u00fcse ein Vielfaches der normalen Insulinmenge aus, es dauert auch viel l\u00e4nger bis das ganze Insulin wieder aus dem Blut abgebaut ist. Die Balance zwischen Fettaufbau und Fettabbau kann sich deutliche zu Gunsten der Fettspeicherung verschieben. Die treibende Kraft hinter \u00dcbergewicht, kann ein \u00fcberh\u00f6hter Insulinspiegel darstellen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Bluthochdruck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Speicherhormon Insulin wirkt sich auf viele Organe im K\u00f6rper aus. Die Nieren werden dazu angeregt, weniger Natrium mit dem Urin auszuscheiden. Es bleibt dabei mehr Natrium im Blut, der Blutdruck kann dadurch steigen. Ein dauerhaft hoher Insulinspiegel kann sich daraus auf Dauer ein Bluthochdruck entwickeln. Ein Drittel aller F\u00e4lle von Bluthochdruck ist ein zu hoher Verzehr von Speisesalz &#8211; Natriumchlorid  &#8211; das Problem. Ein hoher Blutdruck ist oftmals eine Begleiterscheinung von einer Insulinresistenz. Es wird beobachtet das sich der Blutdruck schnell verbessert, sobald man den gest\u00f6rten Inslinspiegel unter Kontrolle bekommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Fettstoffwechselst\u00f6rung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Insulinresistenz f\u00fchrt auch zu St\u00f6rungen im Fettstoffwechsel. Es steigt dadurch ein Risiko an Herkreislauferkrankungen. Einerseits ist ein erh\u00f6hter Triglyceridspiegel vorhanden. Triglyceride sind Fetts\u00e4uren, die im Blut transportiert werden. Die Ursachen f\u00fcr einen zu hohen Triglyceridspiegel kann ein Bewegsmangel, \u00dcbergewicht und eine allgemeine \u00dcberern\u00e4hrung sein. Wenn der Blutzucker- und Insulinspiegel zu hoch ist wird auch verst\u00e4rkt Glucose in Fett umgewandelt. Dieses neu umgewandeltes Fett ist dann vermehrt im Blut unterwegs und erh\u00f6ht dann den Triglyceridspiegel im Blut. In der Leber wird der normale Stoffwechsel durch eine Insulinresistenz auch durcheinander gebracht. Durch die mangelnde Insulinwirkung kann die Leber ihre eigenen Fettreserven nicht mehr so gut festhalten und l\u00e4sst sie vermehrt in das Blut ab. Auch so kann der Blutfettspiegel steigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen sind da noch die Probleme mit dem Cholesterin. Das Cholesterin wird in den Lipoprpteinen im Blut transportiert. Die Zusammensetzung dieser Lipoproteine kann sich bei einer Insulinresistenz ver\u00e4ndern. Sie bekommen nun eine sehr kleine und dichte Form, die sehr leicht in die W\u00e4nde der Blutgef\u00e4sse eindringen kann und dort zu Ablagerungen f\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><strong>Das metabolische Syndrom<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine ganze Reihe von Stoffwechselst\u00f6rungen treibt eine Insulinresistenz voran &#8211;  im im gesamten als metabolisches Syndrom bezeichnet wird. Metabolismus ist nur ein anderes Wort f\u00fcr den Stoffwechsel und ein Syndrom steht f\u00fcr mehrere Probleme, die alle miteinander zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>So auch bei der Insulinresistenz sind das gest\u00f6rte Blutzuckerwerte, \u00dcbergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselst\u00f6rungen. Oftmals sind drei dieser vier Probleme gleichzeitig zusammen und so kann man von einem metabolischen Syndrom sprechen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist die Grundlage f\u00fcr so fast alle grossen Zivilisationskrankheiten gegeben mit dem metabolischen Syndrom gegeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-attachment-id=\"699\" data-permalink=\"https:\/\/overthekitchen.de\/?attachment_id=699\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?fit=1043%2C2120&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1043,2120\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?fit=148%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?fit=504%2C1024&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" width=\"1043\" height=\"2120\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?fit=504%2C1024&amp;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-699\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?w=1043&amp;ssl=1 1043w, https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?resize=148%2C300&amp;ssl=1 148w, https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?resize=504%2C1024&amp;ssl=1 504w, https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?resize=768%2C1561&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?resize=756%2C1536&amp;ssl=1 756w, https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/1C2CC943-997A-4FED-B030-936E82A87DE6.jpeg?resize=1008%2C2048&amp;ssl=1 1008w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Der gest\u00f6rte Blutzucker- und Insulinspiegel kann irgendwann in den Typ II Diabetes \u00fcbergehen<br>Die Fettstoffwechselst\u00f6rungen und der hohe Blutdruck beg\u00fcnstigen Blutgef\u00e4\u00dferkrankungen, wie die Arteriosklerose, die eines Tages zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall f\u00fchren kann<br>Auch Krebserkrankungen treten sehr viel fr\u00fcher und h\u00e4ufiger auf. Das beobachtet man leider bei vielen Diabetikern<br>Bei manchen Menschen kommt es auch zu Problemen mit der Harns\u00e4ure, was irgendwann einen Gichtanfall ausl\u00f6sen kann<br>Und schlie\u00dflich werden auch Demenzerkrankungen zunehmend mit der Insulinresistenz in Verbindung gebracht<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die h\u00e4ufigste St\u00f6rung des Kohlenhydratstoffwechsels ist die Insulinresistenz. Sie f\u00fchrt zu ernsthaften Problemen der Gesundheit. So ist sie verantwortlich f\u00fcr Diabetes, Bluthochdruck, \u00dcbergewicht und Fettstoffwechselst\u00f6rungen. Wenn alles zusammenkommt redet man vom metabolischen Syndrom. Zu diesen z\u00e4hlen vor allem Stress, Alter, \u00dcberern\u00e4hrung, Bewegungsmangel und Genetik, aber auch Fetteinlagerungen, wo diese nicht eingelagert werden sollten. Der Blutzuckerspiegel&#8230; <\/p>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/overthekitchen.de\/?p=665\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":430,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false}}},"categories":[5],"tags":[],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/overthekitchen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/CD27DF9D-38BB-49EE-9D71-A900AF004108.jpeg?fit=640%2C427&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/paPlv3-aJ","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/665"}],"collection":[{"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=665"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/665\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":704,"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/665\/revisions\/704"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/430"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=665"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=665"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/overthekitchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=665"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}